GESICHTER und GESCHICHTEN aus MALAWI

Kaffee-Farmer aus Malawi

Cyrus Msowoya

Der inzwischen 64-jährige Cyrus gründete im Jahr 2014 die Matenda Coffee Farms auf dem familieneigenen Land. Schon sein Vater und Großvater hatten versucht, dort Kaffee anzubauen – doch beide scheiterten an den schwierigen Bedingungen. Cyrus aber glaubte fest daran, dass auf diesem Boden etwas Besonderes wachsen konnte.

Er investierte Jahre in Forschung, Ausbildung und den Austausch mit anderen Anbauer:innen. Mit Geduld, Hingabe und unerschütterlichem Glauben verwandelte er die Farm Stück für Stück in ein erfolgreiches Projekt. Dabei waren seine beiden Töchter von Anfang an an seiner Seite – heute haben sie die Verantwortung übernommen und führen das Erbe fort.

Für Cyrus ist Kaffee mehr als ein Produkt. Es ist eine Möglichkeit, die Geschichte seiner Familie neu zu schreiben, Tradition in die Zukunft zu tragen und Malawi auf die Weltkarte des Spezialitätenkaffees zu setzen.

Die nächste Generation

Lizzie & Tawonga Msowoya

Lizzie und Tawonga sind die Töchter von Cyrus Msowoya – und heute das Herz hinter den Matenda Coffee Farms. Ich habe die beiden als echtes Powercouple auf einem Farmers Market unweit der Hauptstadt Lilongwe kennengelernt.

Lizzie ist Ärztin, Mutter einer kleinen Tochter und kümmert sich neben ihrem Beruf um den geschäftlichen Teil des Unternehmens. Sie steht für Präzision, Fürsorge und klare Organisation. Tawonga ist Sozialwissenschaftlerin und engagiert sich als Gender- und Entwicklungsexpertin für die Gemeinschaft und für Geschlechtergerechtigkeit. Sie bringt ihre Vision von sozialem Wandel direkt in das Unternehmen ein.

Gemeinsam führen sie die Farm mit Leidenschaft weiter. Für sie ist Kaffee nicht nur ein Produkt – er ist Ausdruck ihrer Familiengeschichte, ein Weg, nachhaltige Entwicklung in Malawi voranzutreiben, und ein Symbol für die Stärke von Frauen, die Tradition und Zukunft miteinander verbinden.

nachhaltiger kakaoanbau mit frauenpower

Wezi Mzumara

Wezi, die Gründerin von Kwanza Cocoa, begann ihre Reise 2011 mit ein paar Kakaopflanzen auf dem Land ihrer Eltern in Luwazi, nahe des Malawisees. Gemeinsam mit ihrem Vater und ihrer Mutter verwandelte sie die ersten Schritte in ein Familienprojekt – getragen von Leidenschaft und dem Glauben, dass Kakao aus Malawi einen besonderen Platz in der Welt verdient.

Nach den ersten Erfolgen pflanzten sie 2015 über 1.000 Bäume. Während der Pandemie begann Wezi, in ihrer Küche Schokolade herzustellen – aus Experimenten wurde bald eine Leidenschaft. 2023 gründete sie schließlich eine kleine Manufaktur, in der seither exquisite Schokoladen entstehen.

Heute kombiniert Wezi familiäre Tradition mit nachhaltiger Innovation. In ihrem „Bean-to-Bar“- und „Farm-to-Bar“-Ansatz steckt nicht nur Sorgfalt, sondern auch die Essenz Malawis: ein Produkt, das Boden, Kultur und Menschen miteinander verbindet.